Gymnasium Eversten Oldenburg
Theodor-Heuss-Str. 7 26129 Oldenburg - Tel: 0441 5050270 Oberstufe: 5050272 Fax: 5050276

Das GEO Schüler Vertrauenslehrer Kollegium Schulleitung Eltern Freunde Ehemalige

» Termine
06.02.2012:
Information der Eltern und Schüler/innen der 9. Klassen über die Einführungsphase (18 Uhr)
07.02.2012:
Information der Eltern und Schüler/innen der 10. Klassen über die Qualifikationsphase (18 Uhr)
13.02.2012:
bis 15.02.2012: Anmeldungen für die gymnasiale Oberstufe (8-12 Uhr, Mittwoch auch 14-16 Uhr)
bis 13.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 9. Klassen
bis 14.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 10. Klassen
16.02.2012:
und 17.02.2012: Elternsprech- und Beratungstage für die Klassenstufen 5-10 (16-19 Uhr)
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Reisebericht
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"Gymnasium Eversten II" in Nepal eingeweiht

Herbstferien 1999 - am Montag, dem 18.10.99 machen sich 28 Lehrerinnen, Lehrer, eine Schülerin, Eltern und Freunde des Gymnasiums Eversten auf eine lange Reise. Ziel ist Kathmandu, die Hauptstadt Nepals, die nach einem langen Flug über München und Dohar erreicht wird. Mit großzügiger Unterstützung von Lufthansa und Quatar - Airways sind ca. 230 kg Antibiotika, eine Spende der Firma Bayer - Leverkusen, Kleidung und Geschenke an Bord. Besonders die Arznei wird dringend in Krankenhäusern in Kathmandu benötigt. Seit über drei Jahren unterstützt das GEO die Shanti-Sewa-Station in Kathmandu. Die besondere Zuwendung gilt dem Kindergarten und der Schule. Zweimal im Jahr veranstaltet das GEO Stadtteilfeste und Basare, auf denen für die Projekte in Nepal gesammelt wird. Bis heute sind durch Spenden und den Verkauf der in Nepal hergestellten Waren ungefähr DM 70.000 zusammengekommen. Eine stolze Summe, die vielen Menschen, vor allem Kindern in der Station Hilfe gebracht hat. Viele Geschäftsleute in Oldenburg, Eltern, Lehrer und Schüler waren an den Spenden beteiligt, besondere Unterstützung kommt von der Volksbank Oldenburg. Sie spendete insgesamt DM 10.000.-. Damit kann im Augenblick die schlimmste Not gelindert werden, vor allem kann die Krankenstation eine Solaranlage für Warmwasser erhalten.
 

 
Am ersten Tag unmittelbar nach der Ankunft in Kathmandu besuchen wir die Shantistation mit dem kleinen Krankenhaus, dem Kindergarten und den Handwerkerräumen. Wir treffen auf Krishna, der durch die Lepra Zehen und Finger verloren hat. Mit großem Geschick bedruckt er Papier mit Weihnachtsmotiven, das wir dann hier wieder für die Station verkaufen. Wir sehen einen freundlichen alten Mann, auch er hatte Lepra, ist aber inzwischen geheilt. Fast 16 Jahre hatten Dorfbewohner ihn in eine Höhle eingesperrt aus Angst, er könnte sie anstecken. Sie brachten ihm das Essen an den Eingang der Höhle. Jetzt lebt er in der Station. Mit einem fröhlichen "Namaste" begrüßt er uns. Viele Kinder umringen uns, sie wissen von unserer Reise zu ihnen, sie freuen sich und begrüßen uns. Ihre Eltern hatten Lepra und wurden wie alle anderen Familienangehörigen aus den Dörfern ausgestoßen. Hier in der Station haben sie eine Heimat gefunden.
 

 
In den nächsten Tagen lernen wir das Land und die Menschen auf einer Rundreise kennen. Jeder Tag bringt unglaubliche Erlebnisse. Im Nationalheiligtum Pashupatinath erleben wir Nepal in seinen Gegensätzen – Leichenverbrennung im Fluss, heilige Sadus in ihrer malerischen Aufmachung, Pilger, Bettler, Händler –alles auf engstem Raum. Wir besichtigen Kathmandu und die Königsstadt Baktapur mit den gewaltigen Pagoden, den Basaren, wir sehen auch die lebende Göttin "Kumari". Mit dem Flugzeug geht es nach Pokkara, ein Défilée längs der höchsten Berge der Welt. Von hier aus unternehmen wir einen Treck in die Vorberge der Annapurna. Der Anblick der Sieben- und Achttausender ist überwältigend. Aber auch die Natur überrascht uns. Wir sehen Rhododendrenbäume, die so groß wie Eichen sind.
 

 
Eine völlig andere Landschaft lernen wir im Süden im Chitwan-Nationalpark kennen. Auf den Rücken von Elefanten ziehen wir durch den Dschungel, um Nashörner zu sehen. Die schienen sich aber versteckt zu haben, nur wenige können wir entdecken. Am Ende der Reise besuchen wir in Buddhanilkanta bei Kathmandu das Shantidorf. Wir haben alle 350 Bewohner zu einem Essen eingeladen. Wir sitzen zusammen, besichtigen die Schule, die wir über die Jahre aufgebaut haben. Wir bringen ein kleines Schild "GEO II" an, das uns zur weiteren Hilfe für unsere Freunde verpflichten soll. Eine Spende von DM 700.- von der Theater AG des GEO wird überreicht.Mit diesem Geld können die beiden Lehrer der Schule mindestens 2 Jahre bezahlt werden.
 

 
Die Menschen um uns sind fröhlich, die Frauen und Mädchen tragen die nepalesische Tracht. Bei uns kann aber richtige Freude nicht so recht aufkommen. Wir sehen die Not um uns. Die Leiterin der Station, Frau Grosspietsch, sagt uns, dass sie oft nicht weiß, wie sie die Menschen satt bekommen soll.
 
Nach 2 Wochen kommt der Abschied von Nepal, von einem Land mit einer faszinierenden Natur, mit unglaublich lieben, freundlichen Menschen, die zum größten Teil in bitterer Armut leben. Wir nehmen uns vor, ihnen weiterhin Freunde zu sein, auf die sie sich verlassen können.
 

 

Verantwortlich: Herr Schelle | Stand: 05.10.2007



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