Oldenburger Gymnasium sammelt in drei Jahren 70 000 DM für die Leprahilfe
Die Schule in der Leprastation finanzierten zur Hälfte die Oldenburger.
Jetzt kann der Grundstein für eine Solaranlage gelegt werden. Das Konzept:
Witz, Informationen und Kreativität.
Ideen muß man haben. Schüler und Lehrer spielen vertauschte Rollen - und beide
Seiten haben ihren Spaß dabei. Mitten auf dem Pausenhof des Oldenburger Gymnasiums
Eversten (GEO) steht an einem sonnigen Maimorgen eine große Bühne. Gerade eben haben
noch ein paar Schüler aus der achten Klasse die "Spice Girls" nachgeahmt, doch
jetzt sind die Lehrer dran. Da wird gesungen, getanzt oder auch etwas Witziges
vorgetragen. Jeder so gut es geht. Kleine Patzer werden nicht nur verziehen, sondern sind
erwünscht. Denn eine Belohnung für die Strapazen winkt: Spenden für die Shanti
Leprahilfe.
Spaß und Information
Das GEO hatte zum Staddteilfest eingeladen und viele Schüler, Lehrer,
Eltern und übrige Besucher waren gekommen. Zwei Veranstaltungen jährlich zugunsten der
Shanti Hilfe bietet die Oldenburger Schule seit drei Jahren an: das Sommerfest und ein
Basar in der Weihnachtszeit. Ziel ist es, vor allem Projekte zu fördern, die den Kindern
helfen. Eigentlich ein nicht ganz leichtes Unterfangen, da überall um Spenden und Hilfe
gebeten wird. Doch in den vergangenen Jahren konnte das Gymnasium insgesamt 70 000 DM
sammeln. Das Erfolgskonzept: ein Mix aus Spaß, Informationen und Kreativität. So
berichten während des Tages einige Klassen über Bräuche aus Nepal; Eltern können sich
über die Arbeit der Shanti Leprahilfe informieren. Im Herbst diesen Jahres wollen nun
Schüler und Lehrer nach Katmandu fliegen, um sich ein Bild von der Situation und das
"GEO II" zu besuchen.
Gute Stimmung
Unterdessen belegt die Stimmung auf dem Fest den Erfolg. Während auf der Bühne zum
Höhepunkt des Tages der Musiksender "N-Joy" - Radio eine Stunde lang live
überträgt, finden Sporttuniere statt, präsentieren Skater ihre neuesten waghalsigen
Sprünge und Techniken oder haben Kleine ihren Spaß an einer Hüpfburg. Wer selbst aktiv
werden möchte, nimmt an einem der Sporttuniere teil. Am Ende des Tage steht die
Erinnerung und die Freude, geholfen zu haben: Insgesamt kommen 16 000 Mark zusammen.
Grundstein für Solaranlage
Szenenwechsel. Einige Monate später - Ende November - sieht es auf dem mittlerweile
dritten Weihnachtsbasar in der Aula des GEO etwas anders und doch wieder ähnlich aus.
Auch hier sind die Ideen der Schüler gefragt: Von Gebäck, Getränken, einer Tombola mit
attraktiven Preisen bis hin zu Selbstgebasteltem und Geschicklichkeitsspielen reicht das
bunte Programm. Ein Angebot, das ankommt. Neben Eltern und Lehrern sind wiederum
zahlreiche Gäste da, um die Leprahilfe mit zu unterstützen. Der Reinerlös: 8000 Mark
bleiben: Am Nepalstand, an dem Schmuck und Waren aus Nepal verkauft wurden, konnten
weitere 5000 Mark erzielt werden. Mit dem Geld wird der Grundstein für eine Solaranlage
in der Leprastation in Katmandu gelegt. Der Organisator des ganzen, Jörg Schelle, Lehrer
am GEO, ist daher mit dem Ergebnis sehr zufrieden: "Das Positive ist, daß es
weitergeht und daß wir das Gefühl haben, zu helfen".
Andreas Rühmkorf (Abi-Jahrgang 1999))
Verantwortlich: Lars | Stand:
06.10.2007