Gymnasium Eversten Oldenburg
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Das GEO Schüler Vertrauenslehrer Kollegium Schulleitung Eltern Freunde Ehemalige

» Termine
06.02.2012:
Information der Eltern und Schüler/innen der 9. Klassen über die Einführungsphase (18 Uhr)
07.02.2012:
Information der Eltern und Schüler/innen der 10. Klassen über die Qualifikationsphase (18 Uhr)
13.02.2012:
bis 15.02.2012: Anmeldungen für die gymnasiale Oberstufe (8-12 Uhr, Mittwoch auch 14-16 Uhr)
bis 13.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 9. Klassen
bis 14.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 10. Klassen
16.02.2012:
und 17.02.2012: Elternsprech- und Beratungstage für die Klassenstufen 5-10 (16-19 Uhr)
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GEOASE - Das Moor im GEO
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Dank der Förderung durch die Bingo-Lottostiftung standen bald die nötigen finanziellen Mittel bereit

Das Moor im GEO

Unsere Arbeiten begannen nach einer detaillierten Planung mit dem Ausschachten des Beetes im Herbst 2001. Inspiriert hatte uns die neue Mooranlage im Botanischen Garten und daher stammt auch das Know-how.

Warum wir so genau planen mussten?
Warum wir schließlich mehr als 60 Eimer vergruben? Wir wollten aus den Fehlern anderer lernen

„Vor zwanzig Jahren dachte ich, es genüge, eine Grube auszuheben, sie mit einer Folie abzudichten, Torf bis zum oberen Rand aufzufüllen, Moorpflanzen einzubringen und fertig sei das Moor. Was für ein Irrtum! Die Bescherung ließ nicht lange auf sich warten.Die ersten Probleme tauchten gegen Ende Mai auf, als das Moor auszutrocknen begann. Um die Pflanzen zu retten, mussten sie alle zwei Tage reichlich mit Leitungswasser versorgt werden. Ein anderes Wasser stand zu dieser Zeit nicht zur Verfügung. Aber damit kamen die Probleme. Wenige Monate reichten aus, um eine deutliche Veränderung am Substrat und den Pflanzen zu erkennen. Immer mehr überzog sich der Torf mit einer weißen Kruste ... Die Pflanzen wollten nicht mehr so richtig gedeihen ... Zuerst verschwand das Sphagnum-Moos...“ (s.u. S.15)

Es galt also, ausreichend Wasser anzubieten, aber eine Versalzung zu vermeiden. Moore leben vom Wasser - sie gleichen einem riesigen Schwamm und bestehen bis zu 90% aus Regenwasser. In der Natur finden sich offene Wasserspeicher in Form der Kolke oder als verdeckte Wasserstellen, die von einem Schwingrasen überwachsen sind. Diese Verhältnisse mussten nachgeahmt werden:

Die genaue Tiefe des Moorbeetes konnten wir erst bestimmen, nachdem wir die Höhe unserer verdeckten Wasserspeicher kannten.

Wir verwendeten Eimer, die überwiegend aus der Küche des Pius-Hospitals stammen.

Die Eimer stehen verkehrt herum auf der Teichfolie, mit der das Beet ausgelegt werden musste. Löcher im Boden ermöglichen die Entlüftung, wenn sich die Eimer bei Regen mit Wasser füllen. Über den Torf zwischen den Eimern wird das Wasser heraufgesogen und versorgt das gesamte Beet.

Als Substrat verwendeten wir Weißtorf, den wir mit Elternhilfe direkt aus dem Torfwerk holten.

Ein Drainagerohr ermöglicht es, das Moor nach langen Trockenperioden schonend von unten zu bewässern.

Wichtig war, diesen gut zu verdichten, um die Saugwirkung zu gewährleisten.

Insgesamt hat sich das System bewährt: Auch nach längerer Trockenheit ist unser Moor gut durchnässt.

Ziel war es, das Moor im Rohbau bis zum Beginn des Winters fertigzustellen, damit es während der feuchten Jahreszeit vernässen konnte.

Harte Arbeit bei sinkenden Temperaturen - aber auch viel, viel Spaß!

Frühjahr und Sommer nutzten wir, um das Beet standortgerecht zu bepflanzen und es in die Bepflanzung der Geoase einzubinden. Wir gestalteten dazu drei kleine Wasserflächen als Moorkolke.

Die Beschaffung der Pflanzen erwies sich als langwierig und zum Teil schwierig. Da Hochmoorflächen bedrohte Biotope sind, waren Bestimmungen zum Artenschutz zu beachten . Natürlich haben wir keine Pflanzen aus der Natur entnommen.

Die bisherige Artenliste des Hochmoorbereichs unseres Moorbeetes (der angrenzende Teich weist eine Vielzahl weiterer z.T. seltener Arten auf, die eher dem Niedermoor zuzuordnen sind):

  • Calla palustris (Sumpfcalla)
  • Calluna vulgaris (Besenheide)
  • Drosera angustifolium (Schmalblättriger Sonnentau)
  • Drosera rotundifolia (Rundblättriger Sonnentau)
  • Dryopteris cristata (Moorfarn)
  • Eriophorum angustifolium (Schmalblättriges Wollgras)
  • Gaultheria procumbens (Scheinbeere)
  • Hypericum helodes (Sumpf-Johanniskraut)
  • Iris sibirica (Iris)
  • Menyanthes trifoliata (Fieberklee)
  • Molinia caerulea (Pfeifengras)
  • Myosotis palustris (Sumpf- Vergissmeinnicht)
  • Sphagnum spec. (Torfmoos)
  • Vaccinium oxycoccus (Moosbeere)
  • Vaccinium vitis-idaea (Preiselbeere)

Für alle, die Lust bekommen haben, es uns nachzutun, empfehlen wir ein Buch, das hierzu keine Fragen offen lässt:

Erich Maier: Das Moor im eigenen Garten
Moorgärten anlegen, gestalten und pflegen
Parey, Berlin 2000


 

 

Verantwortlich: Bärbel Kip | Stand: 05.10.2007



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