Gymnasium Eversten Oldenburg
Theodor-Heuss-Str. 7 26129 Oldenburg - Tel: 0441 5050270 Oberstufe: 5050272 Fax: 5050276

Das GEO Schüler Vertrauenslehrer Kollegium Schulleitung Eltern Freunde Ehemalige

»Termine
22.05.2012:
und 23.05.2012: verbindlicher Erste-Hilfe-Kurs für die 9. Klassen
22.05.2012:
Mündliche Abiturprüfungen in den P5-Fächern (Unterricht nach besonderem Plan)
23.05.2012:
ganztätig mündliche Abiturprüfungen in den P5-Fächern (unterrichtsfrei)
24.05.2012:
nachmittags mündliche Abiturprüfungen in den P5-Fächern
29.05.2012:
Ferientag nach Pfingsten
01.06.2012:
Hochschulinformationstag der Uni Oldenburg (betr. den 11. Jahrgang)
spacer
Erinnerungsgang 2007 Einstimmung in der Landesbibliothek
Startseite -> Projekte -> Erinnerungsgang -> Erinnerungsgang

Schweigemarsch:

Beiträge

Mitglieder der Vorbereitungsgruppe erinnern an das Geschehen im November 1938

 

Martin Eibach

 

Martin Eibach

Sehr geehrte Anwesende,

in der Nacht vom 27. auf den 28. Oktober wurden Juden polnischer Staatsangehörigkeit verhaftet und in Sonderzügen an die polnische Grenze abgeschoben. Wenige Tage später erschoss Herschel Grynspan, ein 17-jähriger deutsch-polnischer Emigrant, dessen Eltern nach Polen abgeschoben wurden, in Paris den deutschen Legationssekretär vom Rath. Die Tat wurde von den Nazis propagandistisch ausgeschlachtet und als Initialzündung für das Novemberpogrom benutzt.

Am 9. November 1938 feierte der Kreisleiter Engelbart seinen 35. Geburtstag im Restaurant Pape mit Verwandten und Parteifreunden nach. Kurz vor Mitternacht traf der Befehl aus München ein, jüdische Geschäfte und Synagogen zu zerstören und anzuzünden. Diesem Befehl folgten er und seine Helfer noch in selbiger Nacht. Noch während die Synagoge in Flammen stand, drangen sogenannte Aufholtrupps von jeweils drei Mann in die Wohnungen jüdischer Familien ein und brachten die ganzen Familien zu Sammelstellen auf dem Marktplatz und dem Pferdemarkt.
Nach Feststellung der Personalien konnten die Frauen und Kinder nach Hause gehen. Für die weiterhin festgehaltenen männlichen 43 Juden begann nun der entwürdigende Gang der Juden vom Pferdemarkt zum Gerichtsgefängnis. Begleitet von Schaulustigen, eskortiert von der SA und Polizei wurden sie durch die Straßen geführt.
Bis zum Morgen des 11. Novembers mussten die Verhafteten im Gerichtsgefängnis bleiben, bis sie wieder zum Pferdemarkt zurückgebracht wurden und dort mit den übrigen inhaftierten Juden aus dem Oldenburger Land und Ostfriesland zusammentrafen.
Mit dem Zug wurden die Juden nach Sachsenhausen transportiert, wo sie einen nächtlichen Gewaltmarsch vom Bahnsteig ins Konzentrationslager über sich ergehen lassen mussten.
Die meisten jüdischen Lagerinsassen wurden Anfang 1939 aus dem KZ entlassen. Gelang es ihnen jedoch nicht, rechtzeitig zu emigrieren, so wurden sie schon kurz darauf mit ihren Familien in KZs deportiert und umgebracht. 

 

Christian Gebhardt trägt aus den Erinnerungen Heinrich Hirschbergs vor (s. Materialien))

 

Christian Gebhardt

 

Viktoria Frers trägt ein Gedicht von Erich Fried vor.

 

Victoria Frers

 

DIESE TOTEN

Im Gedenken an die Nacht der Judenverfolgung („Reichskristallnacht“) in Deutschland am 9./10. November 1938

Hört auf, sie immer Miriam
Und Rachel und Sulamith
Und Aron und David zu nennen
In euren Trauerworten!
Sie haben auch Anna geheißen
Und Maria und Margarete
Und Helmut und Siegfried:
Sie haben geheißen wie ihr heißt

Ihr sollt sie euch nicht
So anders denken, wenn ihr
Von ihrem Andenken redet,
als sähet ihr sie
alle mit schwarzem Kraushaar
und mit gebogenen Nasen:
Sie waren auch blond
Und sie hatten auch blaue Augen

Sie waren wie ihr seid.
Der einzige Unterschied
War der Stern den sie tragen mussten
Und was man ihnen getan hat:
Sie starben wie alle Menschen sterben
Wenn man sie tötet
Nur sind nicht alle Menschen
In Gaskammern gestorben

Hört auf, aus ihnen
Ein fremdes Zeichen zu machen!
Sie waren nicht nur wie ihr
Sie waren ein Teil von euch:
Wer Menschen tötet
Tötet immer seinesgleichen.
Jeder der sie ermordet
Tötet sich selbst

Erich Fried

aus: Heuzeroth, Günter (Hrsg.): Unter der Gewaltherrschaft des Nationalsozialismus 1933-1945, Oldenburg 1985, S. 81.

 

Fassungslosigkeit - Ohnmacht – Grauen

In einer szenische Darstellung spiegelt die Theater AG des GEO den Veranstaltungsteilnehmern die Verlassenheit der Verhafteteten wider.

Theater 1

 

Theater 2

 

Theater 3

 


 

 


Verantwortlich: Rosenfeld / e-a-d | Stand: 06.07.2008



» Neuigkeiten
Künstlerische Begabungsförderung
GEO-Schüler erfolgreich

Neues vom "Tellerand"

GEO - Schüleraustausch mit Argentinien 2010


GEO - Schüler bei der "Juniorakademie 2009"


Berühmter Cellist spielt mit Sechstklässlern am GEO
Sporttag 2009 auf Wangerooge
Triathlon 2009 der 8. Und 9. Klassen

NEU: Kunst-AG Präsentation im Foyer des GEO"


Ehem. isreal. Botschafter Shimon Stein spricht am GEO


GEO-Schüler beim Mathematik-Wettbewerb ganz vorn


Geo-Chor beim Chorfest in Bremen erfolgreich


Ehemaligentreffen Abiturjahrgang 1983


Gesa Kip - Reisebericht aus Argentinen


spacer
 
| Besucher gesamt: 398375 | heute: 104 | gestern: 130 | online: 5 |
Sitemap :: Impressum :: Changelog :: Admin
Copyright 2006-2012 by gymnasium-eversten.de
Design by www.ex-designz.net