Im Jahr 1996 beschloss die Gesamtkonferenz die Teilnahme des Gymnasiums Eversten
am Energiesparprojekt der Stadt Oldenburg. Alle teilnehmenden Schulen sollten
über einen Zeitraum von drei Jahren 70% der eingesparten Gelder selbst verwenden dürfen. 30% zur freien Verfügung, 40% zweckgebunden.
Eine Arbeitsgruppe, bestehend aus 4 Schülern, dem Hausmeister und 3 Lehrern wurde in
zwei Vorbereitungstreffen auf dieses Projekt vorbereitet. Auf der Grundlage dieser
Information plante sie die Maßnahmen, die am Gymnasium Eversten umgesetzt werden sollten:
Zunächst sollten die Raumtemperaturen in einer Langzeitmessung von den einzelnen
Klassen und Kursen erfasst werden. Schülergruppen führten Beleuchtungsstärkemessungen
in allen Räumen durch und ermittelten mit Energiemessungen unwirtschaftliche
Elektrogeräte. Die Ergebnisse wurden von den einzelnen Gruppen ansprechend präsentiert
und prämiert.
Die Auswertung dieser Messungen führte zu einer Neueinstellung der
Heizkreistemperaturen, der Vorlaufzeiten der Heizung, zur Veränderung der Nachtabsenkung
und zum Herausdrehen zahlreicher Leuchtstoffröhren.
In einem Wettbewerb wurden die Schülerinnen und Schüler motiviert ein besonders
ansprechendes Infoblatt mit Verhaltensregeln zu erstellen, das
in allen Räumen aufgehängt wurde.
Die KlassenleiterInnen hielten ihre SchülerInnen zur Beachtung dieser Regeln an.
Nach einem Jahr stellte sich ein selbst für die Schule unerwartet großer Erfolg ein.
Die Schülerinnen und Schüler hatten 27000 DM im Jahr 1997 eingespart.
Dieses Geld ermöglichte die ersten finanziellen Investitionen. Thermostatventile,
Bewegungsmelder, Zeitschaltuhren und Sensoren wurden gezielt eingebaut. Das frei
verfügbare Geld diente zur Anschaffung einer neuen Vertärkeranlage in der Aula und zur
Beschaffung von Sitzmöbeln im Außenbereich. Der Hausmeister erhielt einen nicht
unerheblichen Gewinnanteil, da er einen ganz entscheidenden Beitrag zu den Sparmaßnahmen
geleistet hatte.
In den Jahren 98/99 galt es, Verhaltensweisen zu festigen, der Einsatz von
Bewegungsmeldern wurde auf alle Flure ausgedehnt, die Lichtschalter erhielten eine
Kennzeichnung bezüglich ihrer Zuständigkeitsbereiche.
Auf der Agenda in Oldenburg fand der Stand der Energiespargruppe des GEO starke
Beachtung.
Das Energiesparprojekt wurde inzwischen verlängert. Die Schulen dürfen zwar künftig
nur noch 50% des ersparten Geldes behalten, dafür ist dieser Betrag aber nicht
zweckgebunden.
Im Jahr 2000 ist die Zusammenarbeit mit einer Unternehmensberatung geplant, die am
Beispiel des GEO die optimalen Einsparmöglichkeiten an einer Schule den Schulträgern
demonstrieren will.
Verantwortlich: Lars | Stand:
05.10.2007