Stadt gibt Geld nur zur Gebäudeunterhaltung aus - Putzaktion
Die Stadt ersetzt die Materialkosten. Die Farben müssen frei von Lösungsmitteln sein.
OLDENBURG - Schluss mit schmutzig: Der Klassenraum der 5c des Gymnasiums Eversten sah schlimm aus. Patina aus 40 Jahren hatte sich auf die Wände gelegt, die Fenster waren seit Jahren nicht mehr geputzt worden. Die Fußleisten hatten auch mal wieder einen Anstrich nötig. Das haben die Eltern der Kinder auch so gesehen und selbst die Initiative ergriffen: Seit dem vergangenen Wochenende strahlt der Klassenraum wieder. Die Wände sind in einem freundlichen Gelb gestrichen, die Fenster wurden geputzt und die Fußleisten haben auch einen frischen Anstrich bekommen.
Schulleiter Günther Hoyndorff lobt das Engagement. Zum einen fördert es den Zusammenhalt, und zum anderen weiß er, dass von der Stadt kaum Hilfe zu erwarten ist. Immerhin werden die Materialkosten ersetzt.
Das bestätigt Stadtsprecher Jürgen Krogmann. „Allein für die Bauunterhaltung der Oldenburger Schulen sind 4,5 Millionen Euro im städtischen Haushalt eingeplant. Für Schönheitsreparaturen können wir nur einen finanziellen Beitrag fürs Material leisten", bedauert Krogmann. Vorschriften gibt es kaum, die Farben müssen allerdings umweltverträglich und dürfen nicht mit Lösungsmitteln versetzt sein.
Die Eltern sind laut Krogmann bei ihrem Arbeitseinsatz sogar über den Gemeindeunfallversicherungsverband versichert. Sie sollten allerdings mit dem jeweiligen Schulleiter sprechen, bevor sie loslegen. Im Zweifel weiß der auch, welche Vorschriften eingehalten und welche (meist formlosen) Anträge gestellt werden müssen.
Die Eltern der 5c vom Gymnasium Eversten haben ihr Ziel im übrigen erreicht: Die Schüler und Schülerinnen sowie Lehrer und Lehrerinnen haben sich am Montag gefreut über ihren nun wieder schönen Klassenraum.
VON THOMAS HUSMANN, NWZ, 16.6.2005
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05.10.2007