...Argentinien-Austausch 2010
Am 8. März ging es los nach Argentinien. Wir trafen uns gegen Mittag alle am Flughafen Bremen und warteten aufgeregt darauf, dass unser Flug endlich aufgerufen wurde. Dann flogen wir ab nach Frankfurt. Hier stärkten wir uns noch einmal bei McDonalds für den langen Flug über Madrid und Santiago de Chile nach Córdoba. |
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Dort angekommen, wurden wir herzlich von unseren Gastfamilien empfangen und gemeinsam fuhren wir alle (schon wieder) zu McDonalds.Anschließend ging es mit dem Auto weiter nach Villa General Belgrano, dem Ort, in dem wir für die vier Wochen gewohnt haben.
Am nächsten Tag durften wir uns von unserem Jetlag erholen (ganze 4 Stunden Zeitverschiebung!!), doch dann fing auch für uns die Schule an! Diese ist ganz anders als das GEO. Es gibt viele einzelne Gebäude in denen jeweils 4 -5 Klassenräume untergebracht sind, allerdings gibt es für jeden Jahrgang nur eine Klasse.
An unserem ersten Schultag haben wir zusammen mit der Klasse unserer Austauschgeschwister gefrühstückt. Danach wurden wir von dem örtlichen Fernsehen interviewt und gefilmt. Jeder von uns versuchte bloß nicht interviewt zu werden, einige traf es dann doch und der fragende Blick schnellte zu Frau Unland.
Doch schon nach einigen wunderbaren, unvergesslichen und warmen Tagen waren die gröbsten Sprachprobleme schnell behoben und wir konnten uns gut verständigen.
Ansonsten war die Schule ziemlich langweilig. Richtiger Unterricht kam in einigen Fächern gar nicht zustande, da die Schüler dort durch die Klassen liefen, sich mit Freunden unterhielten, auch wenn die am anderen Ende des Klassenraums saßen, zum Kiosk gingen oder einfach schliefen, was montags morgens häufig der Fall war.
Das lag daran, dass an den Wochenenden immer viel unternommen haben. war. Entweder haben wir uns samstags im Zentrum getroffen und sind dann manchmal tanzen gegangen oder wir waren auf Geburtstagen eingeladen. Der 15. Geburtstag von Sol war besonders schön!! Wir sind alle zusammen mit einem Bus in einen anderen Ort gefahren, wo Sols Familie einen Raum mit Kellnern, Essen, DJ und einer großen Tanzfläche gemietet hatte. Es wurde Karaoke gesungen, gegessen und ganz viel getanzt. Die 15. Geburtstage sind in Argentinien für die Mädchen etwas ganz besonderes. Denn diese wurden früher gefeiert, um Familie und Freunden zu zeigen wie hübsch die Tochter geworden ist und von da an durfte sie auch Heiratsanträge bekommen.
Diese Tradition wird immer noch weiter geführt und ist für die Mädchen und deren Eltern ein unvergessliches Ereignis! Es wurde unter anderem Walzer getanzt, eine Rede gehalten und ein Video mit Fotos von Sol gezeigt. Morgens sind wir dann alle zusammen wieder zurück gefahren.
Wir unternahmen viel in der Gruppe und auch in den einzelnen Familien. Unseren ersten Sonntag verbrachten wir alle an einem nahe gelegenen See. Zwei Gasteltern besaßen Motorboote und dazu eine Familie ein Bananenboot, die andere ein Luftkissen. |
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Mittags wurden Hamburger und Panchos (Hotdogs) gegrillt. Danach ging es wieder in den See oder man hat sich in die Sonne gelegt und Mate (Nationalgetränk) getrunken. Nach diesem wunderschönen Tag hatten viele einen Sonnenbrand, da es gut 30°C waren und volle Sonne.
Ein anderes Mal, als wir einige Tage “Osterferien“ hatten, fuhren viele von uns nach La Cumbrecita, einem Ort in den Bergen mit wunderschönen Wasserfällen.
Einige schwammen auch in dem eiskalten Wasser, andere saßen gemütlich in einem Cafe und wieder andere machten es sich am Fluss bequem! Die freien Tage nutzten auch einige und fuhren mit den Gasteltern und Geschwister nach Buenos Aires oder in den Norden. Häufig trafen wir uns auch im “Centro“. Das ist der Mittelpunkt des Dorfes. |
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Nach kurzer Zeit waren wir schon Stammkunden bei der Eisdiele Krems, wo wir uns dann auch mal 2kg Eis gekauft haben, die wir dann bei Lisas Gastfamilie am Pool verzehrt haben! Zum Shoppen allerdings fuhren wir nach Córdoba oder nach Santa Rosa, einem Nachbarort von Villa General Belgrano.
Nach einem unvergesslichen, wunderbaren und vor allem warmen Monat mit nur vier Tagen Regen, mussten wir auch schon wieder nach Hause fliegen. Der Abschied viel allen sehr schwer und es flossen viele Tränen. Dennoch freuten wir uns, unsere Familien und Freunde in Deutschland wiederzusehen!
Ein Bericht von Jacqueline, Marie und Charleen
Anfang 2010 waren 13 SchülerInnen unseres Jahrgangs für einen Monat in Villa General Belgrano, Argentinien.
Was uns besonders in Erinnerung geblieben ist, ist die Art der Menschen, die sehr offen, lebhaft und interessiert waren. Sie haben sich sehr über den Besuch aus Deutschland gefreut, sich immer gerne mit uns unterhalten und wollten viel über Deutschland und uns erfahren. |

Die Austauschschüler und Frau Unland |
Auch die Gastfreundlichkeit der Familien war erstaunlich. Schon am Flughafen wurden mir mit wehenden Fahnen begrüßt. Die ganze Zeit über haben unsere Familien versucht, uns den Aufenthalt so schön wie möglich zu gestalten und waren immer für uns da.
Fast jeden Tag haben wir uns mit unseren MitschülerInnen und deren Gastgeschwistern getroffen, was toll war, da wir so schnell viele Argentinier kennen gelernt haben und uns nie langweilig wurde.
Circa drei Wochen haben wir die Schule besucht und manchmal auch beim Deutschunterricht mit geholfen. Im Gegensatz zum GEO war die Schule sehr klein und auch der Unterricht verlief erstaunlich anders. Die SchülerInnen waren oft laut, riefen alle durcheinander, standen während des Unterrichts auf, liefen durch die Klasse und warfen sich in einigen Stunden sogar mit Papierkugeln ab. Das war zwar sehr witzig, aber man konnte dem Unterricht nicht immer gut folgen.
| Von der Schule aus gelang man zu Fuß schnell ins Zentrum, das einen sehr an Süddeutschland erinnerte, da es überwiegend aus Fachwerkhäusern bestand. Ab und zu waren deutsche Schlager zu hören und zu Ostern haben wir sogar Mädchen in Dirndeln gesehen, die für Touristen Zeitung verkauft haben. |
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Da Villa General Belgrano nur sehr klein ist, haben die meisten mit ihren Familien einen Ausflug nach Córdoba oder/und Buenos Aires gemacht. Córdoba ist die nächst größere Stadt und sehr sehenswert. Jacqueline, Marie und mir haben besonders die großen Kirchen gefallen. Aber auch der Gegensatz zu Villa General Belgrano war aufgrund der Größe eine willkommene Abwechslung. Drei von unserer Gruppe hatten die Möglichkeit Buenos Aires kennen zu lernen und waren fasziniert von der riesigen Hauptstadt Argentiniens.
| So hat Marie besonders überrascht, dass Buenos Aires trotz seiner drei Millionen Einwohner eine sehr grüne Stadt ist. Aber auch das Gefühl der Lebendigkeit, die Buenos Aires ausstrahlt, war etwas Faszinierendes.
Insgesamt hat uns die Zeit in Argentinien sehr gefallen und uns sprachlich weiter gebracht. |
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Wir wären gerne noch länger geblieben und hoffen, dass ihr auch diese Erfahrungen machen könnt.
Verantwortlich: Unland / e-a-d | Stand:
05.09.2010