Bericht der deutschen SchülerInnen:
Argentinienaustausch 2009
Am 16. März in diesem Jahr ging es los. Wir trafen uns um 15.00 Uhr am Flughafen in Bremen und warteten alle super nervös auf den Aufruf unseres Fluges. Nach ca. gefühlten 30 Stunden kamen wir in Córdoba, wo unsere Austauschschüler mit ihren Familien auf uns warteten, an.
Endlich trafen wir alle Austauschschüler, die im Dezember und Januar bei uns waren, wieder.
Während unseres ganzen Argentinienaustausches nahmen wir von trockenem Brot bis zu saftigem Fleisch FAST alles zu uns. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deswegen wird diese Zeit für uns unvergesslich bleiben. Wir blicken zurück auf einen Monat Sommer, Sonne, Sonnenschein im kleinen Dorf Villa General Belgrano wo wir mit unserer 31-köpfigen Gruppe viele tolle Erfahrungen im Calamuchita-Tal sammelten.
Wir unternahmen unter anderem Kurztripps nach Valle de luna, Cordoba und la Cumprecita oder weite Reisen nach Buenos Aires und Iguasu.
Doch natürlich bestand der Austausch nicht nur aus Reisen. Für uns hieß es auch jeden Morgen um halb sieben aufstehen und dann ab in die deutsche Schule. Dort traf uns dann fast der Schlag. Die Klassenräume waren sehr klein und die Lautstärke in den Klassen sehr hoch. Trotz alledem empfingen uns die argentinischen Schüler mit offenen Armen. Sie versuchten uns ein wenig mit in ihren Unterricht einzubeziehen. Es gingen immer zwei oder drei deutsche Schüler in eine Klasse. Dort begann der Schultag damit, dass sich jeden Morgen alle SchülerInnen auf dem Pausenhof aufstellten und die argentinische Nationalhymne sangen, während die Flagge gehisst wurde. Auch der Unterricht ist ein bisschen anders als in Deutschland, dort werden zum Beispiel Fächer wie Psychologie unterrichtet. Aber auch einfach normale Fächer wie Deutsch ,was anfangs etwas merkwürdig war, da wir Wörter oder die deutsche Grammatik als selbstverständlich ansahen die dort mühsam gelernt wird. Doch im Deutsch Unterricht wurden wir immer am meisten mit einbezogen und es wurden uns Fragen wie zum Beispiel „Ob wir ein Fahrrad hätten“ und ob wir Hunde mögen gestellt…das fanden wir alle dann sehr süß, da die Aussprache dort auch anders ist. Nach einem lustigen und heißen Schultag wurden die meisten von ihren Gasteltern abgeholt um dann gemeinsam super leckeres Mittagessen zu essen. Es gab zum Beispiel Asado, ein richtig leckere Grillart dort oder Empanadas (gefüllte Teigtaschen, zum Beispiel mit Schinken und Käse).
Am Nachmittag trafen wir uns dann am Pool und lagen dort in der Sonne und aßen Oreokekse. Wir trafen uns natürlich in den Häusern von unseren Gastfamilien, die uns sehr herzlich aufnahmen und uns komplett in ihr Familienleben einbezogen. Wo das Spanisch sprechen natürlich nicht zu kurz kam.
Oft trafen wir uns auch im Centro. Dort im Mittelpunkt des ganzen Dorfes aßen wir meistens Dulce de Leche Eis, Tostados oder was auch sehr gerne gegessen wurde waren Alfajores. (Kekse mit Füllung) Das Shoppen kam natürlich auch nicht zu kurz wobei wir eher im nahe gelegenen Córdoba unserer Geld ausgaben.
Langweilig wurde es dort nie, denn unsere Gastfamilien organisierten Treffen an einem riesigen See mit Asado und Motorbootfahrten. Außerdem konnte man dort auch sehr gut schwimmen. Es wurden aber auch Picknicke an einem wunderschönen klaren Fluss veranstaltet, mit richtig gutem Wetter und Sonnenschein. Nur an zwei Tagen gab es Regen doch danach hatten wir wieder konstant 35 bis 40 Grad.
Unter diesen Bedingungen vergingen die fünf Wochen wie im Flug und der Tag der Abreise kam viel zu früh. Die Stimmung war sehr traurig, da wir nicht wissen, wann wir uns alle wieder sehen doch im Flug von Frankfurt nach Bremen waren wir auch froh, unsere Familien wieder zusehen.
Abschließend kann man sagen, dass wir diesen Austausch nie vergessen werden und es mit zu den schönsten Erlebnissen unseres Lebens gehört. Die dort geknüpften Freundschaften werden auch noch länger bestehen bleiben.
Anneke Theobald, Finn Bayer

Valle de la Luna

Klasse in Argentinien
Verantwortlich: Unland / e-a-d | Stand:
04.01.2010