Gymnasium Eversten Oldenburg
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Das GEO Schüler Vertrauenslehrer Kollegium Schulleitung Eltern Freunde Ehemalige

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Information der Eltern und Schüler/innen der 9. Klassen über die Einführungsphase (18 Uhr)
07.02.2012:
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bis 13.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 9. Klassen
bis 14.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 10. Klassen
16.02.2012:
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Schamanismus und Mohammads Himmelsreise (oder Schamanismus und Reisen im Islam)
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Kindererzählung



Es war schon spät am Abend und Tobis Mutter brachte Tobi ins Bett. Vorm Einschlafen sah sich Tobi noch kurz den Sternenhimmel an, wie er es immer tat. Da oben gab es so viele Sterne und Tobi liebte den Anblick. Schließlich schlief er ein.

Mitten in der Nacht wachte er plötzlich auf und sah einen Mann und ein seltsames, aber wunderschönes Tier in seinem Zimmer stehen.

"Hallo", sagte der Mann, "mein Name ist Mohammed. Willst Du mich auf einer Reise in den Himmel begleiten?" Ohne lange zu überlegen, sprang Tobi auf und rief mit lauter Stimme: "Ja klar will ich mit!" Mohammed faßte ihn bei der Hand und setzte ihn auf den Rücken des seltsamen Tieres. "Das ist ein Buraq", sagte Mohammed. "Es begleitet mich auf meinen Reisen und heute wird es uns in den Himmel führen!" Nachdem Mohammed hinter Tobi auf dem Rücken des Buraq platzgenommen hatte, rief er: "Halt Dich gut fest, Tobi. Es geht los!"Dann hob das Tier ab und flog aus dem Fenster hinaus ins Freie. Nachdem sie eine Weile geflogen waren, kamen sie an einem prachtvollen Haus an. Mohammed erklärte Tobi, das es sich dabei um eine Moschee handelt. Das ist sowas wie eine Kirche. Die Moschee war wunderschön und Tobi war ganz begeistert von ihr. Von hier aus flogen sie weiter. Sie kamen zu sechs verschiedenen Himmeln. In jedem trafen sie einen weise aussehenden Mann, einen Propheten. Mohammed sprach mit jedem Propheten und betete mit ihm. Tobi fand das alles sehr spannend, aber vor allem begeisterte er sich für das Buraq. Es sah wirklich wunderschön aus, ein bißchen wie ein Pferd. Allerdings hatte es einen Frauenkopf und zwei große Flügel. Manchmal sah es so aus als würde es leuchten, so schön war es.

Schließlich kamen Tobi und Mohammed im siebten Himmel an. Hier gab es ganz viele Engel. Einer namens Gabriel begleitete sie ein Stück. Plötzlich endete aber der Weg, auf dem sie liefen, und dahinter konnte man nichts mehr erkennen. Hier blieb Gabriel stehen. "Warum bleibst Du stehen?" fragte Mohammed ihn. Darauf erklärte Gabriel, daß der Schöpfer nur ihn allein sehen wolle. Also ging Mohammed weiter und Tobi und der Engel Gabriel warteten . Tobi konnte Mohammed noch kurz sehen, bis er ganz verschwunden war. Als Mohammed kurze Zeit später wieder erschien, sah er überglücklich und fröhlich aus. Er wollte den beiden erzählen, was er erlebt hatte, aber er konnte es nicht in Worte fassen. Er sagte nur: "Der HERR ist mir begegnet." Er hat also seinen Gott gesehen, dachte Tobi und fragte sich , wie dieser wohl ausgesehen hat. Er konnte es sich aber nicht vorstellen. Sie gingen zurück und ganz plötzlich befanden sie sich wieder in Tobis Zimmer. "Schlaf jetzt und ruh Dich aus", sagte Mohammed zu Tobi. Bevor Tobi sich hinlegte verabschiedete er sich noch von Mohammed und vom Buraq und bedankte sich für die tolle Reise. Dann schlief er sofort ein. Am nächsten Morgen erzählte er seiner Mutter von der Reise. Sie lächelte nur und sagte: "Da siehst Du mal, was Träume alles möglich machen!" Tobi war jedoch fest der Überzeugung, daß das was er erlebt hatt, kein Traum war. Abends schaute er vorm Einschlafen wieder die Sterne an. Diesmal sah er sie mit einem ganz anderen Blick. Sie waren gar nicht mehr so weit weg wie sonst. Er hatte das Gefühl, als würde er sich da oben ganz genau auskennen. Dann schlief er ein. Es war wieder mitten in der Nahct, als er aufwacht und ein Gestalt in seinem Zimmer sah. War es etwa wieder Mohammed. Nein. Er erkannte einen Mann in sehr eigenartiger Kleidung. Er sah ein bißchen wie ein Indianer aus. Der Mann trug ein Kostüm, auf dem man ganz viele Abbildungen von Tieren erkennen konnte. Tobi war ein bißchen mulmig zumute, denn sowas hatte er bisher noch nir gesehen, außer vielleicht im Fernsehen. "Hab keine Angst, Tobi. Ich heiße Ahcleet. Diese Kleidung gehört zu meinem Beruf. Ich bin nämlich ein Schamene, mußt Du wissen." "Ein Schamane, was ist das denn?"fragte Tobi neugierig. "Komm mit und ich erkläre es Dir. Hast Du Lust, mich zu begleiten?" Tobi war etwas mißtrauisch. Andererseits wollte er sich diese Chance nicht entgehen lassen. Er stand also auf und sagte: "OK. Ich komme mit!" "Gut, dann setz Dich hier zu mir auf den Boden", sagte Ahcleet, "Mach die Augen zu und hör dem Trommelschlag zu!" Das tat Tobi. Zuerst hörte man nur ein ganz leises Trommeln, doch nach und nach wurde es immer lauter. Tobi hatte das Gefühl, in der Luft zu schweben und gar nicht mehr in weinem Zimmer zu sein. "SO, und jetzt mach Deine Augen wieder auf, Tobi!" Tobi staunte nicht schlecht als er vor sich eine große Höhle erblickt. "Wir müssen ganz vorsichtig sein. Laß mich voegehen." Ahcleet betrat die Höhle. Da hörte man ein lautes Brüllen aus dem Inneren der Höhle. Tobi zuckte zusammen, als er sah, wie ein Löwe ihnen entgegen kam. Der tapfere Ahcleet stellte sich dem Löwen in den Weg und ein schrecklicher KAMPF BEGANN: Schließlich besiegte ahcleet den Löwen und sie konnten weitegehen. Der Weg war steinig und holprig, sodaß ahcleet Tobi manchmal auf dem Rücken trug, damit sie besser voran kamen. Ahcleet mußte dann auch noch einem Bären gegenübertreten,aber auch hier siegte er.Ahcleet erklärte Tobi, daß sie zu der Mutter seines Klans müssen, um sie um ein Paar Tiere zu bitten, da das Jegdergebnis zur Zeit sehr schlecht sei. Tobi konnte es sich zuerst gar nicht vorstellen, daß es Leute gibt, die noch richtig jagen, aber als er sich Ahcleet so ansah, kam es ihm dann doch nocht mehr so absurd vor. Sie kamen schließlich zu der Klanmutter und Ahcleet bat sie um die Tiere. Die Klanmutter schickte die beiden zur tierischen Klanmutter, wo sie um Erlaubnis fragen soolte. Diese tierische Klanmutter sah aus wie ein großer Elch und sie wachte über die Herden. Mit einem Lasso fing Ahcleet ein paar Tiere ein. Tobi fand, daß das fast wie in einem Westernfilm aussah. Als er es einmal selbst probierte, warf er nur ganz knapp neben ein Tier. Was wirklich komisch war, war, daß sich die die eingefangenen Tiere in Wollfäden verwandelten und Ahcleet sie so in seine Trommel packte. Als sie genug Tiere hatten, gingen Tobi und Ahcleet zurück zur Klanmutter und diese erlaubte ihnen nun, mit den Tieren zurück zu Ahcleets Stamm zu kehren. Zurück auf der Erde, verstreute Ahcleet die Wollfäden auf dem Land und da wurden sie wieder zu Tieren. Das war schon eigenartig, aber irgendwie auch wahnsinnig spannend, fand Tobi. Jetzt hörte er wieder leise die Trommeln. Als sie wieder lauter wurden, öffnete er die Augen und befand sich wieder in seinem Zimmer. Ahcleet war nicht mehr da und Tobi saß alleine auf seinem Fußboden. Er kroch wieder in sein Bett. Schade, er hätte sich so gerne noch von Ahcleet verabschiedet. Naja, vielleicht würde er ihn ja nochmal besuchen. Dann schlief Tobi völlig erschöpft von der Reise ein.

Am Frühstückstisch begann Tobi seiner Mutter von der Reise mit Ahcleet zu erzählen. Sie sagte nur: "Na Du erlebst nachts ja Sachen. Da können andere ja nur von träumen."

Für Tobi stand es fest. Er hatte in den letzten beiden Nächten die tollsten Abenteuer erlebt. Es waren beides Reisen gewesen, die man nicht mal eben in den Sommerferien machen kann. Wer kann schon in den Himmel reisen? Und er musste nicht mal Kofferpacken. Tobi hoffte, daß Ahcleet und Mohammed irgendwann nochmal zu ihm kommen würden, um ihn auf eine Reise mitzunehmen. Auf jeden Fall war er sich sicher, daß er diese Erlebnisse nie, nie vergessen würde.

Verfasst von Ann-Kathrin, Hamidreza und Antje
 

 

Verantwortlich: Frau Stertzenbach - Referendarin im Fach Religion am Gymnasium Eversten | Stand: 05.10.2007



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