Gymnasium Eversten Oldenburg
Theodor-Heuss-Str. 7 26129 Oldenburg - Tel: 0441 5050270 Oberstufe: 5050272 Fax: 5050276

Das GEO Schüler Vertrauenslehrer Kollegium Schulleitung Eltern Freunde Ehemalige

» Termine
07.02.2012:
Information der Eltern und Schüler/innen der 10. Klassen über die Qualifikationsphase (18 Uhr)
13.02.2012:
bis 15.02.2012: Anmeldungen für die gymnasiale Oberstufe (8-12 Uhr, Mittwoch auch 14-16 Uhr)
bis 13.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 9. Klassen
bis 14.02.2012:
Abgabe der Fächerwahlbögen der SchülerInnen der 10. Klassen
16.02.2012:
und 17.02.2012: Elternsprech- und Beratungstage für die Klassenstufen 5-10 (16-19 Uhr)
21.02.2012:
4. Std.: Informationsveranstaltung für den 11. Jahrgang über die Zulassung zum Abitur
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Geschichten von Gladiatoren
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Geschichten von Gladiatoren!

 

Der Gladiator

„Hallo, mein Name ist Lucius. Ich möchte euch erzählen, wie ich Gladiator geworden bin:

Als ich 10 Jahre alt war, ging ich mit meinen Freunden oft ins Amphitheater, um Gladiatorenkämpfe anzuschauen. Ein paar Jahre später starb plötzlich mein Vater. Da ich kein Geld hatte, wurde ich versklavt. Mein Herr war sehr streng. Ich musste jeden Tag hart arbeiten. Da ich Gladiator werden wollte, übte ich jede Nacht in meinem Schlafraum. Mein Herr verbot mir, Gladiatorenkämpfe anzuschauen. Ich dachte, mein Traum Gladiator zu werden, würde nie in Erfüllung gehen. Eines Nachts sah mein Herr, wie ich übte. Er ließ mich so viel arbeiten, dass ich zu müde war, um zu kämpfen. Eines Tages kam ich gerade aus dem Pferdestall, als ich plötzlich die Pferde wiehern hörte. Ich rannte zurück in den Stall und sah, wie jemand das beste Pferd meines Herrn stehlen wollte.
Er rannte weg und ich ihm hinterher. Als ich ihn eingeholt hatte, warf ich ihn zu Boden. Ich rief meinen Herrn und er kam angelaufen. Er wollte wissen, was passiert ist. Ich erzählte von dem Vorfall und er meinte, dass er alles gesehen habe und dass ich ein guter Kämpfer sei.
Ab dann lebte ich als erfolgreicher Gladiator. Irgendwann hatte ich genug Geld, um mich frei zu kaufen.
Heute lebe ich glücklich als freier Mensch mit einer Frau und zwei Kindern.

Wiebke Schäfer, Michelle Ruchay,
Henrieke Hicken & Janin Steitz

 

 

Der Gladiatorenkampf

Plötzlich erwachte ich, Gaius Raptus, von einem Geräusch geweckt, in einer Steinzelle auf dem Boden. Schlüssel raschelten, dann schloß jemand die Zelle auf und schrie: „Aufstehen, ihr Hunde!“ Sofort bekam ich einen Peitschenhieb auf den Bauch. Daraufhin sprang ich auf und sah dem Aufseher direkt in seine eiskalten Augen. Die Angst lief mir den Rücken herunter. Im Keller der Gladiatorenschule war es kalt. Der Aufseher sperrte gerade die anderen Zellen auf. Ich zog meine schmutzigen Lumpen an und ging aus der Zelle. Alle Gladiatoren versammelten sich auf dem Übungsplatz. Mein Bauch tat immer noch vom Peitschenhieb weh. Nun kam der Besitzer der Gladiatorenschule auf den Übungsplatz, links und rechts von ihm standen schwergerüstete Bewacher. Er fing an zu schreien: „Wir haben heute ein Angebot zu einem Kampf bekommen. Sechs Gladiatoren von uns kommen mit! Dazu gehören: Fundus, Gaius, Vertus, Xylophus, Julius und Rotus. Am Mittag fahrt ihr mit den Karren zum Kolosseum nach Rom! Bis dahin wird trainiert! Ich erwarte einen guten Kampf von euch. Und jetzt an die Übungen!“ Der Besitzer verließ den Übungsplatz mit seinen Wachen. Gegen Mittag bekamen wir etwas zu essen. Es sah wie gebratene Baumrinde aus. Kurz darauf stiegen Fundus, Gaius, Rotus, Xylophus, Julius und ich auf die Karren und fuhren dann los. Der ganze Karren wackelte, als wir den steilen Weg hinabfuhren. Nach langer Zeit sahen wir eine große Stadt, es war Rom. Wir fuhren durch die Tore und nach kurzer Zeit standen wir vor dem Kolosseum. Wir stiegen aus. Um uns herum waren sehr viele Zuschauer, die in die Arena wollten. Mittendrin waren viele Wachen. Wir gingen hinein ins Kolosseum und danach in den Keller. Dort bekamen wir unsere Waffen und die Ausrüstung. Ich stieg eine Stufe nach oben, dort sollte ich auf den Kampf warten. Im vorderen Teil des Raumes war ein rostiges Tor. Plötzlich hörte ich eine Stimme, die schrie: „Heute hier im Kolosseum wird Fundus Publius gegen Gaius Raptus antreten. Danach wird der Gewinner gegen Xylophus Maximus kämpfen.“ Plötzlich ging das Tor auf. Mein Aufseher schubste ich in die Arena. Auf der anderen Seite kam Fundus Publius rein. Ich konnte es nicht fassen, dass ich gegen meinen eigenen Freund kämpfen musste. Aber was sollte ich schon tun? Wir schauten uns gegenseitig an. Ich lief auf ihn zu und versuchte, ihn anzugreifen. Vergebens. Er wich aus. Ich versuchte es noch mal und stolperte dabei. Der Sand der Arena wirbelte in meine Augen. Ich sah danach nichts mehr. Als ich den Sand ausgerieben habe, stand Fundus schon vor mir und wartete auf das Signal des Herrschers. Überrascht zeigte der Herrscher den Daumen nach unten. Aber warum brachte mich Fundus jetzt nicht um? Ich wunderte mich.

Michael, Martin, Christopher und Jesse

 

 

Das feurige Wunder

„Sie kommen!“, schrie Paulus. Seine drei Freunde Iulius, Magnus und Iacobus schreckten auf ihren selbstgemachten Strohbetten auf. Sie sind Christen und wurden schon seit Tagen von römischen Soldaten verfolgt. Ihre Eltern waren schon seit einigen Wochen verschwunden, weshalb sie sich jetzt alleine durchschlagen mussten. Ihre einzige Hoffnung auf Überleben war der Heuboden eines kleinen Gutshofes am Rande der Stadt Rom. Iulius war gerade dabei, die Soldaten, die sich im Vorhof des Gutshofes befanden, durch eine kleine Dachluke zu beobachten . Plötzlich hob einer der Soldaten den Kopf und blickte Iulius direkt in die Augen. Iulius schrie: „Lauft! Er hat mich gesehen, einer der Soldaten hat mich gesehen“. Im gleichen Moment liefen die Soldaten polternd die Treppe zum Heuboden hinauf. „Beeilt euch!“ Aber für die vier war es zu spät.

Die vier Männer werden gerade für den heutigen Gladiatorenkampf vorbereitet.
„Aufstehen! Aber schnell!“ Verschlafen setzten sich die Männer auf. Die Luft in der kleinen Kammer ist stickig und es ist sehr heiß. Die Freunde werden zusammen mit den 14 anderen Gladiatoren zum Rüstunganlegen und zu den Schwertübungen geführt. Heute werden Iulius, Magnus, Iacobus, Paulus und ihre Kameraden Augustus, Phenolius, Darius, und Nilius für die Gladiatorenkämpfe ausgewählt .Sie sollen heute das erste Mal um ihr Leben kämpfen. Auf diesen Kampf wurden sie schon lange in einer sehr harten Gladiatorenschule vorbereitet. „Denkt daran, dass ihr, wenn euch wacker schlagt, in drei Jahren frei seid!“ ,flüsterte Paulus den anderen aufmunternd zu. Schließlich wurden die vier Männer mit einer Holzplatte nach oben befördert. Schon von unten hörten sie das laute Geschrei der Zuschauer. Als sie oben ankamen und den weichen Sand des Kolosseums betraten, sahen sie ihre furchterregenden  Gegner, die Retiariusse . Der Kaiser kündigte mit lauter Stimme den Gladiatorenkampf an. Sofort griff einer der Gegner Iacobus an, doch er wehrte den Angriff geschickt ab. Auch die anderen wurden mit harten Angriffen attackiert. Bis jetzt hatten sich die vier Secoutors gut geschlagen, doch dann zingelten die Gegner Paulus ein, sodass er sich nicht wehren konnte. Die Menge tobte, denn man sah deutlich, dass man ihm einen heftigen Schlag in den Nacken versetzen wollte. Doch plötzlich rief eine Frau aus den oberen Reihen: „Feuer! Es brennt! Beeilt euch! Weg hier!“ Alle liefen panisch aus dem Kolosseum heraus und beachteten die Gladiatoren nicht mehr. Die vier Freunde nutzten ihre Chance und tauchten in der Menschenmenge unter. Während sie hinaus stürzten, warfen sie ihre Rüstung weg und wurden kurz darauf von einer Frau in den Schatten einer Hauswand gezogen. Magnus war der erste, der die Frau erkannte und erstaunt rief: „Mama !“ Die Mutter brach in Tränen aus und umarmte jeden Einzelnen ihrer Söhne . Natürlich wollten die jungen Männer wissen, was mit ihr passiert war und wo sie gewesen war. Doch sie erklärte ihnen erstmal ihren Plan, nach Frankreich zu fliehen . Dann erkundigte sich Iacobus nach dem Kolosseum. Daraufhin nahm die Mutter ein verkokeltes Stück Zündholz aus der Kleidertasche und zeigte schmunzelnd auf das lichterloh brennende Amphiteater.
Am nächsten Morgengrauen war die Familie schon lange nicht mehr in Rom.

Nadine, Liska, Neele und Lea


 

 

Verantwortlich: Gellhaus / e-a-d | Stand: 27.10.2008



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