Lernen im Kontext von Kunst und neuen Medien
Kooperation: Gymnasium Eversten / Kunstschule Klex
Der Grundkurs Kunst des Jahrgangs 12 nimmt in diesem Schulhalbjahr an einem Modellversuch teil, der vom Bundesministerium für Bildung und Forschung sowie vom Land Niedersachsen gefördert wird. Das Projekt heißt „sense&cyber – Kulturelle Bildung im Medienzeitalter“ und wird vom „Niedersächsischen Landesinstitut für Fort- und Weiterbildung im Schulwesen“ betreut und begleitet. Dabei geht es um die Kooperation zwischen den örtlichen Kunstschulen und Gymnasien. Gemeinsames Ziel ist „Lernen im Kontext von Kunst und Neuen Medien“ - gemeinsamer Ausgangspunkt ist, dass in einer Zeit der anwachsenden Bilderflut und der Herausforderungen der Mediengesellschaft ästhetische Kompetenz und Medienkompetenz unabdingbare Schlüsselqualifikationen sind und zu dringlichen Bildungsaufgaben werden.
Vor diesem Hintergrund hat sich eine Zusammenarbeit zwischen dem Gymnasium Eversten und der Kunstschule Klex entwickelt, die drei Bereiche zusammenfügt, die durch drei Personen vertreten sind:
Kunst Peer Holthuizen, Künstler, Groningen
Peter Hanson, Regisseur, Groningen
Neue Medien Thiemo Eddiks, Computergrafiker, Oldenburg
Kunstpädagogik Ralf Lau, Kunsterzieher, Gymnasium Eversten
Der gemeinsame Ansatz steht unter dem Zeichen einer Doppelstrategie:
Die neuen Medien sind da - sie sind schon allgegenwärtig und doch noch etwas fremd.
Sie üben eine starke Faszination aus und der Umgang mit ihnen ist lustvoll. Sie beschleunigen die Arbeit mit Bildern und verkürzen traditionelle arbeitsintensive Tätigkeiten. Die Bilder der neuen Medien sind in Originalqualität beliebig reproduzierbar- die Arbeit ist absolut „sauber“ und kann jederzeit an jedem Ort verrichtet werden.
Eine Ausbildung einer Medienkompetenz ist unabdingbar, sie fordert breite Kenntnisse über die Spezifik der elektronischen Bildmedien und Methoden zum Umgang mit ihnen sowie die Reflexion des eigenen Tuns und kritische Distanz. Diese Fähigkeiten werden in unserem Projekt vermittelt und durch aktive Medienpraxis gewonnen.
ktronischen Bildmedien und Methoden zum Umgang mit ihnen sowie die Reflexion des eigenen Tuns und kritische Distanz. Diese Fähigkeiten werden in unserem Projekt vermittelt und durch aktive Medienpraxis gewonnen.
Gleichwohl soll blindem Medienoptimismus, einer Technologiegläubigkeit, der bloßen Gängelung durch programmierte software und dem Erliegen der Faszination der Medien begegnet werden, indem diese als beherrschte „Werkzeuge “ in den Dienst ästhetischer Sozialisation gestellt werden.
Der „unsinnlichen“ Arbeit am Monitor, die von der Motorik der Hand und dem starren Fixieren des Bildschirms geprägt ist, soll ein Arbeiten mit allen Sinnen und direkter Materialerfahrung und einer Motorik des ganzen Körpers, eine Verlangsamung des Tuns, die Zeit zur Reflexion gibt und Wenn-Dann-Zusammenhänge erfahrbar macht, gegenüber gestellt werden. Der Kälte des „perfekten“ neuen Mediums soll ein individueller Zugriff und ein persönlicher Bezug begegnen. Dieses wird durch eine parallele künstlerische Arbeit entwickelt, die doch Bezug nimmt auf die Arbeit mit den neuen Medien – so wie auch diese durch ästhetische Aktionen und künstlerische Vorgaben vorbereitet und getragen wird. Ästhetische Kompetenz und Medienkompetenz bedingen sich gegenseitig.
Die Arbeit im Projekt steht unter dem Thema „ZEIT“.
Wir versuchen ein künstlerisches „crossover“ aus traditionellen und neuen Medien. Die zum Einsatz gebrachten Medien sind:
Film, Fotografie, Animation, Schauspiel, Zeichnung, Malerei, Typografie, Schattenfiguren, Geräuschcollagen/ Musik.
Die Schülerinnen und Schüler des Grundkurses Kunst beginnen mit ihrer Arbeit am 19..September 2002.
Wir berichten über unsere Arbeit und zeigen Bilder. Über Impulse und Unterstützung freuen wir uns.
lau@nwn.de
Verantwortlich: e-a-d | Stand:
05.10.2007
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